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05.12.2016

Ende der Geldmacherei mit dem Elend von Geflüchteten

In einer Studie im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rät das Beratungsunternehmen McKinsey der Bundesregierung, den Druck auf Geflüchtete zur Ausreise zu erhöhen. Den Steuerzahler hat das Papier 1,8 Mio. Euro gekostet. Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD Aziz Bozkurt erklärt:

Knapp 2 Mio. Euro für menschenverachtende Vorschläge sind die Spitze eines ekeligen Wettbewerbs, wie man mit dem Elend von Geflüchteten Geld machen kann. Wir haben in den letzten Jahren einiges über Heimbetreiber gehört, die Standards an allen Ecken und Ende unterbieten, um den Profit maximal auszureizen. Wir haben auch erlebt, wie Sicherheitsunternehmen mit ungeschultem und teils rechtsextremen Personal die Sicherheit von Geflüchteten riskiert und dabei noch viel Gewinn gemacht haben. McKinsey sticht jedoch seit dem Hoch der Flüchtlingsdebatte mit lukrativen Beraterverträgen hervor.

Im Stillen wird mal vermeintlich „pro bono“ beraten, anschließend steht ein millionenschwerer Folgeauftrag an, der wiederum weitere Tätigkeiten in den Ländern nach sich zieht. Wenn McKinsey heute eine Abschiebungs-Maschinerie vorschlägt, dann ist die nächste Beratungsleistung über das Wie gleich mitbedacht. Wir fordern ein schnelles Ende dieser und ähnlicher Beratertätigkeiten. Es braucht endlich einen Fokus auf das Problem, dass immer mehr Unternehmen einen Profit aus der Situation von Geflüchteten zu schlagen versuchen.

Darüber hinaus kann es kein Vertun geben, dass die Vorschläge der McKinsey-Berater jenseits von Gut und Böse sind. Die Drangsalierung von aufgrund von Krankheiten geduldeten Menschen ist nur eines der irren Gedanken, die im Mülleimer gut aufgehoben sind.