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07.07.2017

PM 047: Güler beweist: Migrationshintergrund heißt nicht Integrationsexpertin

Zu den Äußerungen der neuen Staatssekretärin für Integration in NRW, Serap Güler (CDU), anonymisierte Bewerbungsverfahren ohne weitere Auswertung einzustellen, erklärt der stv. Bundesvorsitzende der AG Migration und Vielfalt der SPD, Dimitrios Axourgos (Iserlohn, NRW):

Die neue Staatssekretärin beweist: Migrationshintergrund heißt nicht Integrationsexpertin. Damit legt Staatssekretärin Güler (CDU) zum Start von Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfallen eine Rolle rückwärts hin. Das lässt nichts Gutes für die Integrationspolitik in NRW erwarten.

Ohne erkennbare Begründung und ohne Auswertung der bisherigen Erkenntnisse, sollen anonymisierte Bewerbungsverfahren eingestellt werden. Immer mehr Unternehmen greifen auf dieses Verfahren zurück, das internationaler Standard ist. Aber die CDU-geführte Landesregierung macht eine Rolle rückwärts. Zu Recht gibt es Kritik daran, etwa von der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders.

Es ist kein Geheimnis, dass bestimmte Gruppen in unserer Gesellschaft, alleine durch ihren Namen, geringere Chancen auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt haben. Für diese Gruppen sind anonymisierte Bewerbungen eine Chance, die ihnen Frau Güler nun nimmt.