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16.03.2018

PM 064: Horst Seehofer, die verbal tickende Zeitbombe in der Bundesregierung

Gleich zu Beginn der neuen Regierung startet der neue Innen- und Heimatminister Horst Seehofer mit der provokanten Aussage, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Währenddessen werden wöchentlich seit langer Zeit muslimische Gotteshäuser in Deutschland angezündet.

Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD Aziz Bozkurt erklärt hierzu: „Normalerweise werden aussortierte alte Politiker mit Problemen mit der Einwanderungsgesellschaft in Rente geschickt und schreiben dann viel zu oft dämliche Bücher. Mit Horst Seehofer sitzt nun eine verbal tickende Zeitbombe in der Regierung. Und diese geht schon in der ersten Woche hoch. In Zeiten, in denen Besonnenheit und die Fähigkeit zum Zusammenführen gerade im Ministerium, das dem Schutz der Verfassung besonders verpflichtet ist, gefragt ist, treibt Seehofer mit einem Interview unsere Gesellschaft auseinander. Glückwunsch, Herr Minister, Gauland und Erdogan freuen sich sicher über ihre Auslassungen.“

Bozkurt weiter: „Die zentrale Botschaft Seehofers entlarvt ihn als jemanden, der immer noch nicht im Heute angekommen ist: Muslime sollen nicht neben oder gegen UNS leben. Das WIR sieht heute nicht wie vor 70 Jahren aus und deutsche Muslime gehören selbstverständlich dazu. Ob Seehofer dazugehört, stellen wir nach solchen Aussagen deutlich infrage. Die Andeutung, Muslime könnten gegen irgendwen leben, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Hoffnung bleibt, dass auch ein Seehofer im Alter dazulernen kann. Aber manchmal ist eben Hopfen und Malz verloren.“